Universal 132 - Tipps und Tricks

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Auf dieser Seite sollen Tipps und Tricks rund um die Universal 132 Bahn vorgestellt werden.

Strom

Stromversorgung

Mit den original Anschlußschienen kann man nur ein Trafo für 2 Spuren anschließen. Der Nachteil ist hier, das wenn ein Fahrzeug von der Bahn "abgeht", das 2. Fahrzeug in der nächsten Kurve meist hinterher fliegt. Das liegt daran, dass das 2. Fahrzeug nach Abflug die volle Leistung des Trafos bekommt und somit einen Geschwindigkeitsschub, sodass das Fahrzeug in der nächsten Kurve nicht zu halten ist. Besser man nimmt pro Spur einen eigenen Trafo. Dies ist aber mit der original Anschlußschiene nicht zu realisieren. Die Anschlußschiene muss modifiziert werden. Es gibt nun mehrere Möglichkeiten. Wenn man eine Bahn fest aufbaut, wird die beste Möglichkeit sein, alle 6 Stromleiter mit extra Kabel zu versehen und die Stromzuführung 6-Adrig auszuführen. Dann hat man alle Möglichkeiten offen. Durch eine selbstgebaute Umschaltbox könnte man nun zwischen 1 und 2 Trafos und zwischen 2 und 3 Leiter-System umschalten.

Meine Bahn ist leider nicht fest aufgebaut und um den Kabelsalat nicht komplett Überhand zu geben habe ich mich für eine 4-Adrige Verkabelung entschieden.

Dazu habe ich mir folgende Anschlußschienen gebaut.

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Ich verzichte hier zwar auf das Feature, auf einem Slot mit 2 verschiedenen Fahrzeugen zu fahren, aber diese Spielidee ist eh irgendwie blöde, weil man ja nicht überholen kann und dies nur zu Auffahrunfällen führt und nicht zu neuen Rundenrekorden. Der Vorteil ist aber auch, dass ich nicht mehr darauf achten muss, wie herum der Schleifer steht und den Schleifer so einstellen kann, wie er den besten Kontakt hat.

Zusatzeinspeisungen

Die Schienen sind ja leider nicht nichtrostend und sehen meist durch Jahrzehntelange Lagerung nicht besser aus. Auch ist der elektrische Widerstand in den Verbindungen zwischen den Schienen doch höher, als einem meist lieb ist. Mit nur einer Einspeisung können es mehrere Volt Differenz zwischen der Einspeiseschiene und der am weitesten entfernten Schiene kommen. Deshalb kommt man an Zusatzeinspeisungen nicht drum herum. Auch ist die Fehlersuche bei Wackelkontakten wesentlich leichter, bzw. fallen Wackelkontakte nicht so ins Gewicht. Zusatzeinspeisungen gab es nicht original von Carrera. Ich benutze die gleichen selbstgebauten Einspeisungen wie Bild oben. Man sollte spätestens alle 5 Meter eine Zusatzeinspeisung einplanen. Bei festinstallierten Bahnen könnte man zusätzlich sogar alle Schienen verlöten, und noch viel öfter eine Einspeisung einbauen. Falls die Fahrzeuge nach Einbau weiterer Einspeisung langsamer läufen, ist eine Einspeise-Schiene falsch herum eingebaut.

Die Regler

Die normalen Carrera-Regler haben diese mini 2,5mm Steckerchen. Diese gehen viel zu leicht heraus. Ausserdem haben sie viel zu schlechten Kontakt. Am besten benutzt man anstatt 4mm Bananenstecker, wie sie eigentlich auch bei allen Club-Bahnen eingesetzt werden.

Regler Ninco 55.jpg

Die orignal Carrera-Drücker sind wohl auch eher für Kinderhände gemacht und da schmerzen die Hände schon nach wenigen Runden. Ich verwende Ninco Regler mit Pistolengriff. Diese sind auch recht günstig, liegen aber gut in der Hand. Als Kabel hab ich ein Bügeleisenkabel verwendet, vor allem länger als das Originale muss es sein, wenn man nicht immer Fahrzeug-Einsetzer zur Verfügung hat. Das Bügeleisenkabel ist aus Silikon, also recht flexibel und durch die Stoffumhüllung sehr angenehm. Stecker benutze ich 4mm Bananenstecker, die guten Kontakt liefern und an denen man auch schon mal ziehen kann, ohne dass sie auseinanderfallen. Die Standard-Farben sind:

  • Rot: Plus Pol
  • Schwarz: Minus Pol
  • Gelb: Geregelter Fahrstrom (bei Carrera Original wird Minus geregelt)

Anschlußbox

Dadurch dass man nun andere Stecker an seinen Regler hat, und auch mehrere Stromeinspeisungen, baut man sich am besten eine kleine Anschlußbox, an den man die Trafos, die Regler und die Schienen anschließt.

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Dies ist die erste Version meiner Anschlußbox, die ich mal Quick&Dirty zusammengenagelt habe. Also nicht sehr schön, aber funktionabel. Links sieht man die 2 Anschlüsse für die 2 Trafos, rechts die Anschlüsse für 8 Stromeinspeisungen, oben die Bananenbuchsen für 2 Regler (Ich hatte leider keine gelben Bananenbuchse). Momentan ist noch wie bei Carrera Standard der Minuspol geregelt, was mir aber überhaupt nicht zusagt. Bei der nächsten Version meiner Anschlußbox werde ich dann die Bahn umbauen auf Plus-Geregelt.

Die Trafos

Die meisten Profi-Fahrer benutzen nicht die Standard-Carrera-Trafos, sondern Labor-Netzteile. Wenn man sich solch 2 Netzteile kauft, sollte man schon darauf achten, dass diese zwischen 3 und 5 Ampere liefern. Diese sind stabilisiert und liefern genug Leistung.

53711 mit Kondensator.jpg

Ich hab hier jedoch 2 Trafos 53711 im Einsatz. Diese liefern für je ein Fahrzeug eigentlich genug Strom. Da die Trafos ursprünglich ja für 220V ausgelegt sind und wir ja mittlerweile 230V haben, liefern sie ja eh schon mehr als draufsteht. Einzig die Gleichrichtung der Trafos ist nicht so der Hit, deshalb habe ich je ein Elko mit 4700uF parallel geschaltet. Dies glättet die Spannung und puffert Spannung bei kurzzeitigen erhöhten Leistungsbedarf. Die Fahrzeuge haben nun auch weniger Funkenflug am Schleifer und die Motoren surren auch viel ruhiger, obwohl deutlich mehr Leistung am Motor ankommt. Meine Bahn ist auf Stufe 4 eigentlich nicht mehr fahrbahr, deshalb langen die Trafos für mich momentan.

Für Leute mit Kindern: Die Original Carrera-Trafos entsprechen nicht mehr den VDE-Bestimmungen für Kinderspielzeug. Trafos, die heutzutage als Kinderspielzeug zugelassen sind dürfen nicht geregelt sein. Also dieses Spielzeug ist nur für den Papa !!!!!

Verkabelung

Die original Verkabelung von Carrera ist mit hauchdünnen Kabeln ausgestattet. Am besten schmeißt man alle Kabel raus und benutzt für die Verkabelung mindestens 0,75mm², um nicht den meisten Strom in den Leitungen zu verbraten.

Resüme

Also mit den o.g. Modifikationen ist es möglich, meine rund 43m lange Bahn relativ gleichmäßig mit Strom zu versorgen und zufriedenstellend zu spielen. Jetzt gib es keine Stromproblemen mehr, was mit Original Carrera Equipment ohne Modifikationen kaum möglich war.


Randstreifen

Das, was die Universal Bahn so einzigartig macht, ist das Driften. Diesen Spaß sollte man sich auf keinen Fall durch den Einsatz von Leitplanken kaputt machen. Viel besser ist der Einsatz von Randstreifen. Leider gibt es nicht für alle Schienenarten Randstreifen. Auch die, die es gab sind meist nicht in ausreichender Stückzahl zu annehmbaren Preisen zu haben. Die Fahrbahn ist 10 mm hoch und so eignet sich 10mm starkes Sperrholz sehr gut. Schwarz angestrichen sieht es gut aus und bietet ähnlichen Grip wie die original Fahrbahn. Bei fest aufgebauten Systemen ist es ja auch kein Problem, die Randstreifen auf den Untergrund zu schrauben.

Für meine "Teppichrutscher"-Bahn habe ich mir nun aus einem Aluprofil kleine Winkel gesägt und an die ausgesägten Randstreifen geschraubt. Diese kann man nun ganz einfach an die Fahrbahnen klipsen. Hält prima.

Uni132 SelbstgebauteRandstreifen 1.jpg Uni132 SelbstgebauteRandstreifen 2.jpg Uni132 SelbstgebauteRandstreifen 3.jpg


Zeit

Die Zeitmessung über den PC ist ein etwas schwieriges Thema. Leider hat jedes Zeitmessystem (Software) seinen eigenen Hardwareaufbau, deshalb muss man sich eigentlich erst für die Software entscheiden, und dann die entprechende Hardware dazu bauen oder kaufen.


Die Zeitmessschiene

Mein erste Zeitmessschiene habe ich über die Serielle Schnittstelle realisiert. Dieser Hardwareaufbau beinhaltet nur wenige Bauteile und ist für weit unter 10,00 Euro nachzubauen. Dazu habe ich zwei Gabel-Lichschranken in die Slots eingebaut. Es können bis zu vier Lichtschranken angeschlossen werden (4-Spurig oder 2-Spurig mit Zwischenzeit). Die Versorgungsspannung hole ich mir über die 5V von USB.

Uni132 Zeitmessschiene1.jpg Uni132 Zeitmessschiene2.jpg

Mit dieser Hardware funktionieren die kostenlosen Softwarepakete "Autobahn" und "Slotrun". Autobahn ist eine sehr einfache Software. Slotrun ist auch recht einfach, aber dafür, dass es umsonst ist durchaus einsetzbar.

Somit bekommt man für unter 10,00 Euro ein komplettes Zeitmesssystem bestehend aus Hard- und Software.


-- Stephan 18:55, 6. Feb. 2011 (UTC)